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  Brittnau-Grüsch-Mustair-St. Michel / Eppan (Bozen)
   
   
 


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Brittnau-Grüsch-Mustair-St. Michel / Eppan (Bozen)

Am Freitag 20. Juni 08, startete ich mit meinem Bike in Brittnau, um die Einladung der Familie Marion und René Werder, ein paar Wandertage im schönen Südtirol zu verbringen, anzunehmen.

Die erste Etappe führte von Brittnau Sursee Hochdorf nach Honau wo ich den „Znünistopp“ einlegte. Frisch gestärkt ging die Reise weiter über Zug, Baar, Menzingen, Schindellegi nach Altdorf wo ich bei einem Kunden einen kurzen Besuch abstattete, bevor es im Rest. Mühlebach das Mittagessen gab. Die ersten 100 km hatte ich bei sehr schönem und nicht allzu warmem Wetter absolvieren können.

Am Nachmittag führte mich die Tour nach Weesen am Walensee entlang, nach Walenstadt und weiter Sargans, da musste ich dringend Sonnenschutzcreme kaufen. Ich fühlte wie die Haut an den Armen zu brennen begann, denn am Nachmittag war Sonne pur angesagt und dementsprechend auch die Wirkung auf der Haut. Weiter ging’s den Rhein entlang, mit starkem Rückenwind kam ich fast gratis nach Maienfeld. Die Biker, die in die Gegenrichtung fuhren, kamen fast nicht voran und machten beim kreuzen neidische Bemerkungen. Via Landquart ging’s nach Grüsch wo ich in einem Hotel ein Zimmer bezog.

Nach dem Duschen und Kleiderauswaschen gab’s ein feines „Znacht“. Später wurde der Fussballmatch Türkei gegen Kroatien angepfiffen. Nach einem eher langweiligen Spiel schossen sich die Türken in den letzten Minuten noch in Führung und gewannen den Match. Die kroatische Serviererin war am Boden zerstört und es brauchte viele Worte um sie ein bisschen aufzurichten.

Nach dem Frühstück und mit etwas schweren Beinen, nach dem Bier vom Vorabend, ging’s in die Bergetappe über Klosters, Davos auf den Flüelapass. Der Flüelapass wollte und wollte nicht enden, immer wieder sah ich über mir weit oben, kleine Fahrzeuge, die die Strecke vermuten liessen, die noch zurückgelegt werden musste.
Endlich war der Pass dann doch geschafft und ich konnte talwärts fahren mit dem Wissen, dass ich das alles wieder hochfahren muss, nämlich über den Offenpass.

In Zernez machte ich eine Rast und genehmigte mir einen Bananensplitt um meinen Zuckerspiegel anzuheizen. Die Sonne brannte gnadenlos und zwischen den Felsbrocken, die die Wärme wie einen Kachelofen abstrahlten, musste ich meinen ganzen Willen zusammennehmen um auch noch über den Ofenpass nach Müstair zu gelangen. Das kalte Bier war an diesen Abend ein besonderer Genuss.

Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg und glaubte, dass ich die letzten ca. 90 Kilometer mit links bewältigen könne, da die Strecke hauptsächlich Gefäll aufweist. Doch mit dem Gegenwind und den endlosen, kilometerlangen Geraden hatte ich nicht gerechnet. Die Strecke durchs Vindschgau zerrte enorm an der Kraft, dazu wurde es immer heisser, mittlerweile zeigte das Thermometer gegen 35 Grad. In Bozen angelangt durfte ich mich „zum Dessert“ noch 5 km steil den Berg hoch, nach St. Michael/Eppan, kämpfen. Gegen 15.00 Uhr kam ich im Strobelhof an und lehnte mein Bike an den ersten besten Baum im Garten und setzte mich daneben.
Wären da nicht Werder’s mit ihren Freunden kurze Zeit später in den Hof eingefahren die mich begrüssten und willkommen hiessen, ich würde heute noch dort sitzen.

Nach zwei wunderbaren Tagen, mit schönen Wanderungen, reichlich Essen und Trinken, schwang ich mich wieder auf mein Bike und machte mich auf den Heimweg. - Aber das ist wieder eine andere Geschichte!

 

 

 

 


   
   
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