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Eptinger

 
 

Mineralquelle Eptingen AG, Sissach
www.eptinger.ch

     
 


Mit einer Gesamtmineralisation von 2’391 mg / Liter ist das nitratfreie, natriumarme Wasser eines der reichhaltigsten Mineralwässer der Schweiz. Heil- und Badekuren in Eptingen waren vor Jahrhunderten schon sehr in Mode. Das Bad wurde um 1700 erbaut. Im Türrahmen des Restaurants Bad Eptingen steht die Jahrzahl 1786. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam vor allem der Bürgerstand aus Basel und dem Elsass zu Badekuren ins Juradorf. 1899 erwarben Edmund Buchenhorner-Dettwiler und sein Schwager Ernst Singer-Buchenhorner das Hotel «Bad Eptingen» samt den dazugehörigen Quellrechten. Das Bad wurde 1924 verpachtet und nach dem Zweiten Weltkrieg in ein Wohnhaus umgebaut. Das Hotel ist seit 1954 im Besitz der Familie Schwander.

Buchenhorner und Singer wussten um den Wert ihrer Quellen. Bereits in einem 1693 erstellten Gutachten hiess es, «dass das Eptinger Wasser das Blut reinigt, bei Leber-, Milz- und Nierenbeschwerden hilft, den Gliedern die Mattigkeit entzieht, bei allerlei Hautproblemen wirkt und zudem die Esslust fördert». Als sie um die Jahrhundertwende mit dem Abfüllen des an Calcium, Magnesium und Spurenelementen reichen Wassers in Flaschen begannen, gehörten sie zu den Pionieren in der Schweiz. Heute ist die Mineralquelle Eptingen AG ein moderner KMU-Betrieb, der sich noch immer zu 100 % in Familienbesitz befindet und in dritter Generation geführt wird. Der Betrieb in Eptingen und die 1933 aufgekaufte Mineralquelle Lostorf wurden kontinuierlich modernisiert und ausgebaut.
Nicht nur Technik und Methoden haben sich geändert, sondern auch die Konsumenten-Bedürfnisse. Mit den Marken «Eptinger» und «Cristallo» (Nachfolger von Lostorfer) verfügt die Firma über zwei Standbeine, die einen hohen Bekanntheitsgrad aufweisen. Seit 1929 werden auch Süssgetränke hergestellt. Mit derzeit fünf verschiedenen Produktelinien deckt die Mineralquelle Eptingen sämtliche Geschmacksrichtungen und Ansprüche ab. Erhältlich sind diese Produkte bei über 400 Vertriebspartnern. Sie stehen auch auf der Getränkekarte von mehreren tausend Schweizer Restaurationsbetrieben. Selbst Spitäler wissen die Bedeutung des «Eptinger Mineralwasser » bei natriumarmer Ernährung zu schätzen.

PEPITA

Optisch symbolisiert wurde der Aufbruch in ein neues Zeitalter in der Nachkriegszeit durch Rock‘n‘Roll, Röhrlijeans und Peticoats. Pepita mit seinem prickelnden, herb-süssen Aroma und dem exotischen Papagei im Logo hat dieses Lebensgefühl vorweg genommen. Seit 1949 ist das von der Mineralquelle Eptingen produzierte Limonadengetränk Kult bei Jung und Alt – und ist es bis heute geblieben.

Die Mineralquelle Eptingen hatte zwar schon 1929 und 1936 erste Limonaden unter der Bezeichnung «Sissa-Citro» und «Sissa-Orange» auf den Markt gebracht. Die Herstellung eines Süssgetränkes mit Grapefruit-Aroma wurde 1938 infolge der Zuckerrationierung wieder abgebrochen. 1949 nahm die Firmenleitung einen neuen Anlauf. Das herb-süsse Getränk, das den Namen «Pepita» erhielt und auf dessen Etikette ein farbenprächtiger Papagei prangte, wurde mit grossem Werbeaufwand lanciert.
Die prickelnde Neuigkeit entwickelte sich rasch zu einem der begehrtesten Flaschengetränke in der Schweiz und hatte bereits 1950 Kultstatus. Lange Zeit stand «Pepita» sogar als Oberbegriff für alle Limonaden mit Grapefruitaroma. Als «Vater» des bunten Vogels, der fortan untrennbar mit dem Markennamen verbunden war, gilt der Grafiker Herbert Leupin (1916–1999), der ab 1941 alle Werbeplakate der Mineralquelle Eptingen kreiert hatte. Zum 60-Jahr-Jubiläum wird die Flasche nun wieder mit der historischen Etikette versehen.
Neben dem Pepita-Klassiker führt die Mineralquelle Eptingen die fruchtigen Varianten Pepita Citro und Pepita Orange im Sortiment, die ebenfalls nach traditionellen Rezepturen hergestellt werden. Vertrieben werden die Pepita-Getränke durch Partner in der ganzen Schweiz. Der Gebindemix trägt den individuellen Bedürfnissen und den modernen Trinkgewohnheiten Rechnung. In Deutschland wird die Marke Pepita in Lizenz produziert und verkauft.

Meilensteine Eptinger und Pepita

  1899 Kauf von Bad Eptingen samt Quellrechten durch Edmund Buchenhorner-Dettwiler und Ernst Singer-Buchenhorner
  1900 Gründung der Kommanditgesellschaft Singer-Buchenhorner & Co. mit dem Zweck, Mineralwasser in Flaschen abzufüllen und zu vertreiben
  1908 Umwandlung in die Aktiengesellschaft Brunnenverwaltung Eptingen Singer Buchenhorner
  1924 Neubau einer automatischen Abfüllanlage unterhalb des Dorfes Eptingen. Einstellung des Badebetriebs.
  1929 Produktion der ersten Quellenlimonade unter dem Markennamen Sissa-Citro
  1933 Kauf der Mineralquelle Lostorf AG, die unter diesem Namen weitergeführt wird
  1936 Sissa-Orange kommt auf den Markt.
  1938 Die Produktion von Sissa-Grape wird wegen der Zuckerrationierung kurz nach der Einführung eingestellt.
  1949 Pepita Grapefruit ersetzt Sissa-Grape und erreicht rasch Kultstatus.
  1969 Ein Bergrutsch zerstört den Produktionsbetrieb in Eptingen fast vollständig.
  1973 Einweihung des neuen Betriebsgebäudes
  1991 Handelsregistereintrag als Mineralquelle Eptingen AG und Übernahme der Lachmatt Beteiligungen AG
  2005 Die Mineralquelle Eptingen AG und die Mineralquelle Lostorf AG fusionieren.
     
     
     
   
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